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| Das Ziegenproblem: Denken in Wahrscheinlichkeiten von
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Witzg geschriebenes Buch über Wahrscheinlichkeitsrechnung, zum Schluss jedoch etwas chaotisch
• • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Hintergrund von diesem Buch ist wie der Titel vermuten lässt das Ziegenproblem. In einer Fernsehshow stehen hinter zwei Türen je eine Ziege, hinter einer anderen ein Auto. Der Kandidat entscheidet sich für Tür Nummer 1, der Moderator öffnet eine der beiden anderen Türen und eine Ziege steht dahinter. Wann ist die Wahrscheinlichkeit das Auto zu gewinnen höher, wenn man sich dafür entscheidet bei Tür Nummer eins zu bleiben oder wenn man wechselt?
In diesem Buch werden die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung sehr witzig und einfach erklärt. Es hat also nicht nur einen Lern- sondern auch einen Unterhaltungseffekt. Gegen Ende verliert sich der rote Faden allerdings ein wenig. Es werden mehrere verschiedene (durchaus interessante) Themen in einer scheinbar willkürlichen Reihenfolge angerissen und dann nicht weiter behandelt. Ich denke, dass das Buch die Grundlagen für Wahrscheinlichkeitsrechnung auch für den Laien recht verständlich erklärt. Absolute Mathemuffel und Formelphobiker sollten sich allerdings überlegen, ob sie dieses Buch wirklich lesen wollen, da es sehr viele Formeln und Herleitungen enthält und wahrscheinlich langweilig ist, wenn man nur den Text lesen sollte. Für andere welche schon in Berührung mit Wahrscheinlichkeitsrechnung waren (zum Beispiel für das Abitur oder während des Studiums, so wird man auf jeden Fall schon von dem Geburtstagsparadox gehört haben) wird sehr vieles Wiederholung sein, jedoch ist es auch witzig zu lesen wenn man vieles schon weiß. Eine Kleinigkeit muss ich jedoch noch anmerken: Auf Seite 76 wird ein Spiel erklärt. In einer Urne befinden sich 50 Kugeln, 49 Schwarze und eine Weiße. Zwei Personen ziehen abwechselnd ohne Zurücklegen. Wer zuerst die weiße Kugel zieht hat gewonnen. Was ist besser, zuerst den anderen ziehen zu lassen oder selber zu ziehen? Es ist egal, die Chancen betragen in beiden Fällen 50%. Der Autor meinte, dass dies auf die Regel "ohne Zurücklegen" zurückzuführen ist, was bei dem Pistolenschützenbeispiel vorher nicht der Fall war. Ich habe einmal nachgerechnet und bin wenn ich mich nicht verrechnet habe zu dem Schluß gekommen, dass es auch daran liegt, dass es sich um eine gerade Anzahl von Kugeln handelt. Bei einer ungeraden Anzahl sähe es anders aus und natürlich auch wenn es mit Zurücklegen wäre. Na ja, letztendlich ist das für das Buch auch nicht von großer Bedeutung.
Eine Rezension von Athene >
vom 7. Dezember 2009 | | |
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